Nach dem Sturm zählt der erste Rundgang
Ein Sturm auf Sylt ist selten nach einer Nacht vorbei. Der Wind drückt Regen und Salz in jede Fuge, und was am Montag noch dicht aussah, ist am Freitag feucht. Im November stehen außerdem viele Häuser leer oder werden nur am Wochenende genutzt. Niemand hört, dass eine Fensterklappe schlägt. Niemand sieht den nassen Fleck unter der Dachschräge.
Feste Kontrolltermine im Kalender helfen wenig, wenn der Sturm zwischen zwei Terminen kommt. Besser ist ein Rundgang nach jedem schweren Wetter, sobald es draußen wieder sicher ist. Er dauert nicht lange, sollte aber vollständig sein: erst Dach, Fenster und Außenbereich, danach das Innere.
Dach und Reet: erst vom Boden aus schauen
Aufs Dach steigt bei einer Sichtkontrolle niemand. Vieles verrät sich schon vom Boden aus. Liegen Ziegelstücke, Reethalme oder Äste im Garten oder auf der Terrasse, hat der Wind am Dach gearbeitet. Beim Reet fallen lose Halme, helle Stellen oder eine ungleichmäßige Fläche auf, besonders am First und an den Kanten. In Keitum und Kampen, wo Reetdächer das Ortsbild prägen, lohnt der Blick von mehreren Seiten und nicht nur von der Straße.
Weiter oben achten Sie auf verrutschte Ziegel, Dachrinnen, die sich vom Haus lösen, und schief sitzende Schornsteinabdeckungen. Auch die Dachfenster gehören dazu. Sie sollten fest im Rahmen sitzen, und das Wasser muss ablaufen können.
Bewertung und Reparatur liegen beim Reetdachdecker oder Dachdecker. Wir halten fest, was zu sehen ist, fotografieren es mit Datum und stimmen einen Termin mit dem Fachbetrieb ab. Je genauer die Beschreibung, desto schneller lässt sich einschätzen, ob es eilt.
Fenster, Türen und Klappläden nach Wind und Salz
An den Fenstern zeigt sich Sturmwetter schnell. Salzfilm auf dem Glas ist die harmlose Variante. Ernster werden Wasserspuren auf der Fensterbank, aufgequollenes Holz am Rahmen, Kondenswasser zwischen den Scheiben oder Beschläge, die plötzlich klemmen. Türen in exponierter Lage, etwa in List oder Hörnum, verlieren unter starkem Druck von außen leicht ihre Dichtung.
Kontrollieren Sie, ob alle Fenster fest geschlossen sind und keines in Kippstellung stehen geblieben ist. Klappläden und Rollläden sollten sitzen und nicht schlagen. Liegt Salz auf dem Glas, wischen Sie es nicht trocken ab, das kann Kratzer hinterlassen. Wie sich das nach schwerem Wetter sauber lösen lässt, steht unter Fensterreinigung nach Sturm auf Sylt. Was Eigentümer schon vor der Sturmsaison klären sollten, beschreibt der Artikel Fenster vor den Herbststürmen.
Außenbereich: was der Wind bewegt hat
Im Garten und auf der Terrasse liegt oft zuerst sichtbar da, was nicht gesichert war. Gartenmöbel sind umgekippt, ein Sonnenschirm ist weg, Mülltonnen liegen auf der Seite. Das lässt sich schnell aufräumen. Heikler sind Zäune, Rankhilfen und Pergolen, die sich gelockert haben und beim nächsten Sturm zur Gefahr werden.
Äste und nasses Laub müssen zügig weg, vor allem von Wegen, Stufen und Abläufen. Sind Regenabläufe und Rinnen verstopft, steht das Wasser dort, wo es nicht hingehört, am Sockel oder auf der Terrasse. Wer in Rantum oder Hörnum nahe an den Dünen wohnt, findet nach einem Sturm außerdem Sand auf Wegen und vor Türen.
Laub, Schnitt und Entsorgung übernehmen wir im Rahmen der Gartenpflege. Wie Sie Wege und Beete vorbereiten, bevor es stürmt, steht in Laub auf Sylt: Wege und Beete vor dem Herbststurm.
Im Haus nachsehen, wenn niemand da ist
Nach dem Rundgang ums Haus kommt das Innere. Typisch sind muffiger Geruch, feuchte Stellen an Decken und Wänden unter dem Dach, Wasser an der Fensterlaibung oder ein Tropfgeräusch im Dachboden. Auch Keller und Eingangsbereich verdienen einen Blick. Ebenso die Heizung: Läuft sie, und kühlt das Haus nicht aus? Hakt es an der Heizung selbst, ist der Heizungsbauer zuständig, wir nicht.
Bei Leerstand wiegt das besonders schwer. Ein Haus, das drei Wochen niemand betritt, zeigt einen Schaden erst, wenn er groß ist. Was eine Kontrolle dann sehen sollte, steht ausführlicher in Leerstand im Oktober: was eine Kontrolle wirklich sieht. Der Ablauf gilt im November genauso, nur kommt das Wetter härter dazu.
Wer vor Ort nachsieht, hält den Schaden klein
Als Eigentümer eines Hauses auf Sylt wohnen Sie oft nicht auf der Insel. Dann hängt am Anruf einer Person vor Ort, ob aus einem losen Reetbüschel ein Wasserschaden wird. In Westerland wechseln die Gäste häufig, ein Schaden fällt dort vielleicht erst nach dem Check-out auf. In Morsum oder Archsum, abseits des Badebetriebs, bemerkt ihn womöglich gar keiner.
Zur Hausbetreuung gehören bei uns Objektpflege und Kontrollen. Nach schwerem Wetter gehen wir durchs Haus und ums Haus, melden, was auffällt, und koordinieren bei Bedarf die Handwerker. Sie haben einen festen Ansprechpartner und bekommen Fotos und eine kurze Beschreibung. Wer sein Haus dauerhaft betreuen lassen möchte, findet Näheres unter Zweitwohnsitz auf Sylt betreuen lassen.
Hausbetreuung in Ihrem Ort
Wir sind auf der ganzen Insel unterwegs. Was wir in Ihrem Ort übernehmen:
Häufige Fragen
Wann sollte ich nach einem Sturm das Haus kontrollieren lassen?
Am besten, sobald es draußen wieder sicher ist, meist also am nächsten Tag. Hält das Wetter an, lohnt nach ein paar Tagen eine zweite Kontrolle, denn Feuchtigkeit zeigt sich oft erst später.
Repariert Clean & Green Sylt Schäden am Reetdach?
Nein. Dachreparaturen übernehmen der Reetdachdecker oder Dachdecker. Wir sehen nach, halten Auffälligkeiten mit Fotos fest und stimmen einen Termin mit dem Fachbetrieb ab.
Was kann ich selbst prüfen, wenn ich gerade auf der Insel bin?
Gehen Sie ums Haus. Achten Sie auf lose Ziegel oder Reethalme im Garten, schlagende Läden, nasse Fensterbänke und verstopfte Abläufe. Im Haus verraten Geruch und feuchte Stellen an den Decken, ob etwas nicht stimmt. Ein Blick in Dachboden und Keller gehört dazu.
Wie schnell bekomme ich ein Angebot für Kontrollen und Hausbetreuung?
In der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Wir betreuen Immobilien auf ganz Sylt von Hörnum bis List, einzeln oder kombiniert mit Garten und Reinigung.
